Fragen Sie zehn App-Publisher nach ihrer wichtigsten Monetarisierungskennzahl, und Sie erhalten zehn verschiedene Antworten. eCPM. Fill rate. Gesamtumsatz. Impressions pro Session. Sie sind alle nützlich, aber sie alle erzählen nur einen Teil der Geschichte. Es gibt eine Kennzahl, die alle in einer umsetzbaren Zahl vereint: Average Revenue Per Daily Active User, oder ARPDAU.
Was ist ARPDAU?
ARPDAU misst, wie viel Umsatz Ihre App pro aktivem Nutzer pro Tag generiert. Die Formel ist einfach: Nehmen Sie Ihren gesamten Werbeumsatz eines Tages und teilen Sie ihn durch die Anzahl der täglich aktiven Nutzer (DAU). Wenn Ihre App gestern 5.000 Dollar bei 100.000 DAU verdient hat, beträgt Ihr ARPDAU 0,05 Dollar — oder 5 Cent pro Nutzer pro Tag.
ARPDAU ist so wertvoll, weil es nach Größe der Nutzerbasis normalisiert. Eine App mit 10 Millionen Nutzern und 50.000 Dollar Tagesumsatz hat denselben ARPDAU wie eine App mit 1 Million Nutzern und 5.000 Dollar — sie monetarisieren ihre Nutzer gleich effizient. Das macht ARPDAU zur fairsten Vergleichskennzahl zwischen Apps unterschiedlicher Größe und zum klarsten Signal, ob eine Monetarisierungsänderung die Leistung tatsächlich verbessert hat.
Warum ARPDAU andere Kennzahlen übertrifft
eCPM kann irreführend sein
Ein hoher eCPM bedeutet, dass Sie gut für die Impressions bezahlt werden, die Sie ausliefern — aber wenn Ihre Fill Rate niedrig ist, sehen viele Nutzer überhaupt keine Anzeigen und generieren null Umsatz. ARPDAU erfasst sowohl eCPM als auch Fill Rate in einer einzigen Zahl.
Gesamtumsatz verschleiert die Effizienz
Wenn Ihr Umsatz diesen Monat um 20 Prozent gestiegen ist, klingt das großartig — bis Sie feststellen, dass Ihre DAU ebenfalls um 30 Prozent gestiegen sind. Ihre Monetarisierung wurde tatsächlich weniger effizient. ARPDAU hätte den Rückgang sofort gezeigt.
Fill Rate allein reicht nicht
Eine Fill Rate von 99 Prozent ist bedeutungslos, wenn jeder Impression zu den niedrigsten eCPMs gefüllt wird. ARPDAU zwingt Sie, die Kombination aus Fill Rate und eCPM zu optimieren, die den meisten Umsatz pro Nutzer erzeugt.
ARPDAU-Benchmarks
ARPDAU variiert enorm nach App-Kategorie, Geografie und Plattform. Casual-Gaming-Apps in den USA sehen typischerweise ARPDAU zwischen 3 und 8 Cent. Hyper-Casual-Spiele reichen von 5 bis 15 Cent aufgrund höherer Anzeigenfrequenz. Utility- und Produktivitäts-Apps sehen oft niedrigere ARPDAU — 1 bis 3 Cent — weil sie weniger Anzeigen pro Session zeigen. Soziale Apps und Content-Apps liegen irgendwo dazwischen.
Der wichtigste Benchmark ist Ihr eigener historischer ARPDAU. Verfolgen Sie ihn täglich und suchen Sie nach Trends. Ein allmählich sinkender ARPDAU — selbst wenn der Gesamtumsatz wächst — signalisiert, dass Ihre Monetarisierung nicht mit Ihrem Nutzerwachstum Schritt hält und ein Eingreifen nötig ist.
Wie Sie ARPDAU verbessern
Erhöhen Sie die Anzeigen-Impressions pro Nutzer
Der einfachste Hebel ist das Zeigen von mehr Anzeigen pro Session. Dies muss jedoch gegen die Nutzererfahrung abgewogen werden. Die optimale Anzahl variiert nach App-Kategorie — testen Sie schrittweise und überwachen Sie Retention neben ARPDAU. Wenn ARPDAU steigt, aber die 7-Tage-Retention sinkt, sind Sie zu weit gegangen.
Verbessern Sie den eCPM
Bessere eCPMs bedeuten mehr Umsatz bei gleicher Anzahl von Impressions. Fügen Sie Demand-Quellen zu Ihrem Waterfall hinzu, optimieren Sie Floor-Preise und stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Anzeigenformate für Ihre Nutzererfahrung verwenden — Rewarded Video liefert typischerweise eCPMs, die 3- bis 5-mal höher sind als bei Bannern.
Maximieren Sie die Fill Rate
Jede nicht ausgefüllte Anzeigenanfrage ist ein Nutzer, der Umsatz hätte generieren können, es aber nicht tat. Besonders in Schwellenmärkten kann die Verbesserung der Fill Rate von 60 auf 90 Prozent den ARPDAU um 50 Prozent steigern, selbst wenn der eCPM unverändert bleibt.
Segmentieren und optimieren
Nicht alle Nutzer sind gleich. Nutzer in Tier-1-Märkten generieren dramatisch höheren ARPDAU als Nutzer in Schwellenmärkten. Segmentieren Sie Ihren ARPDAU nach Geografie, Plattform und Nutzerkohorte und optimieren Sie dann jedes Segment unabhängig. Ein Waterfall, der perfekt für US-iOS-Nutzer ist, kann für indische Android-Nutzer katastrophal sein.
ARPDAU ist nicht nur eine Kennzahl — es ist ein Entscheidungsrahmen. Jede Monetarisierungsänderung, die Sie in Betracht ziehen, sollte durch eine Linse bewertet werden: Wird dies den ARPDAU erhöhen? Wenn Sie diese Frage nicht mit Daten beantworten können, müssen Sie einen Test durchführen, bevor Sie sich festlegen.
ARPDAU und Ihr Monetarisierungspartner
Ein guter Managed-Monetarisierungspartner berichtet ARPDAU als primäre KPI, nicht nur eCPM und Umsatz. Er sollte in der Lage sein, Ihnen ARPDAU-Trends segmentiert nach den für Ihr Geschäft wichtigen Dimensionen zu zeigen, und jede Optimierung, die er vorschlägt, sollte im Hinblick auf ihre erwartete ARPDAU-Auswirkung formuliert sein. Wenn Ihr Partner nur über eCPM spricht, erzählt er Ihnen nur einen Teil der Geschichte.